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Michael Schmidt-Salomon

Gottlos glücklich - Weltanschauung ohne Angst und Aberglaube
Podiumsdiskussion mit Ralf König und Michael Schmidt-Salomon

 

Wann: 29.4.2010, 19:30 Uhr

Wo: Oberes Foyer des Theaters am Domhof

Eintritt frei






Ralf König

Religionen und Aberglaube prägen das Weltbild und somit die Entscheidungen und Handlungen der meisten Menschen. Die Weltreligionen sind durchzogen von moralischen Ansichten von Gut und Böse. Mit der Ankündigung von jüngsten Gerichten, Fegefeuern, Höllen und Paradiesen werden Ängste und Schuldgefühle geschürt oder unerfüllbare Hoffnungen geweckt. Viele Menschen wollen diese Vorstellungen nicht mehr teilen und orientieren sich lieber an einer rationalen, humanistischen und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierenden Sichtweise der Welt.

 

Schwule und Lesben waren und sind immer wieder die Leidtragenden religiöser Vorstellungen. Auf der ganzen Welt werden homosexuelle Menschen von Religionen und ihren Institutionen ausgegrenzt und in ihren Rechten eingeschränkt. In Deutschland kämpft insbesondere die katholische Kirche gegen die Eingetragene Lebenspartnerschaft und grenzt Schwule und Lesben mit Hilfe ihres Arbeitsrechtes immer wieder aktiv aus.

 

Dieses Podiumsgespräch soll Lesben und Schwule anregen, sich verstärkt mit einer nicht religiösen Sicht der Welt zu beschäftigen und ermutigen, sich aus den konfessionellen Bezügen, mit ihren Anmaßungen und Diskriminierungen, zu lösen. Aber auch heterosexuelle Interessierte können sich angesprochen fühlen, denn von einer säkularen Gesellschaft können schließlich alle profitieren.

 

Neben Ralf König, der mit seinen religionskritischen Karikaturen und Comics einen künstlerischen Beitrag zur Debatte liefert, haben wir den Philosophen und Autoren Michael Schmidt-Salomon auf das Podium eingeladen. Schmidt-Salomon ist Mitbegründer der Giordano Bruno Stiftung, eine Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung. 2007 geriet der Autor mit seinem religionskritischen Kinderbuch „Wo bitte geht´s zu Gott? fragte das kleine Ferkel“ in die Schlagzeilen, als das Bundesministerium für Familie die Indizierung des Kinderbuches als jugendgefährdende Schrift beantragte. Im letzten Oktober erschien sein Buch „Jenseits von Gut und Böse“. In seinen Publikationen und öffentlichen Auftritten diskutiert Schmidt-Salomon das Thema Homosexualität stets sehr aufklärerisch. Als dritter Gast wird als Vertreter des Theaters Jürgen Popig darüber berichten, was das Theater zu diesem Thema sagt und wagt.

 

Das Gespräch wird von Burkard Gronemeyer und Felix Wurm von der Osnabrücker Schwulen-und Lesbenoffensive (OSLO) moderiert.

 

Veranstalter: Gay in May e.V., unterstützt durch die Giordano-Bruno-Stiftung.

Gefördert aus Mitteln des Landes Niedersachsen in Zusammenarbeit mit dem

Schwulen Forum Niedersachsen.






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