Grußwort


Die 35. schwul-lesbischen Kulturtage finden in diesem Jahr unter dem Motto "Haben wir die Wahl?" statt. Aktuell werden die unterschiedlichen Vorstellungen über die steuerliche Angleichung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe in Politik und Gesellschaft genauso intensiv diskutiert wie die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. „Gay in May“ 2013 greift dieses Thema auf: In einer Diskussionsrunde werden die Wahlkreiskandidaten für die Bundestagswahl im September dieser Frage nachgehen. Darüber hinaus haben Besucherinnen und Besucher des Festivals die Wahl zwischen über 30 weiteren Veranstaltungen, die im Zeitraum von 1. Mai bis 7. Juni angeboten werden.

„Gay in May“ wird in der Friedensstadt Osnabrück seit über 30 Jahren veranstaltet und zählt bundesweit zu den ältesten Festivals, die sich mit schwul-lesbischen Themen auseinandersetzen und um Akzeptanz und Toleranz werben.

Für diese Haltung steht auch der überregional bedeutende Preis „Rosa Courage“, mit dem Menschen geehrt werden, die sich in besonderer Weise für die Interessen von Schwulen und Lesben engagieren. In diesem Jahr beglückwünsche ich Ulrike Lunacek, die sich als Abgeordnete im Europäischen Parlament für die Rechte Homosexueller einsetzt. Die österreichische Politikerin beleuchtet unter anderem die unterschiedliche Situation von Schwulen und Lesben in den europäischen Mitgliedsländern.

Mein Dank gilt den zahlreichen Ehrenamtlichen und Förderern, ohne deren Engagement diese Veranstaltungsreihe nicht möglich wäre. Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern informative und unterhaltsame Stunden und den Veranstaltern eine erfolgreiches „Gay in May“-Festival.

In Vertretung des Oberbürgermeisters



Burkhard Jasper

Bürgermeister